{"id":1218,"date":"2019-10-21T23:35:19","date_gmt":"2019-10-21T21:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.liquiddirectorclub.com\/ginguide\/?p=1218"},"modified":"2019-11-27T23:38:38","modified_gmt":"2019-11-27T22:38:38","slug":"die-geschichte-des-gins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.liquiddirectorclub.com\/ginguide\/die-geschichte-des-gins\/","title":{"rendered":"Die Geschichte des Gins"},"content":{"rendered":"\n
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Die Geschichte des Gins ist so vielf\u00e4ltig und komplex wie sein Geschmack.<\/h2>\n

Ein Ausflug in die Vergangenheit, denn jeder Schluck Gin birgt einen Teil Geschichte.<\/h3>\n

Was ist \u00fcberhaupt Gin? Ganz simpel ausgedr\u00fcckt handelt es sich um eine Spirituose, deren Grundstoff jeder Neutralalkohol sein kann. Als Grundlage werden verschiedene Getreide, Kartoffeln oder neuerdings auch Fr\u00fcchte genutzt. Der Einsatz verschiedenster Botanicals verfeinert diese Grundlage dann individuell. Diese Botanicals k\u00f6nnen Kr\u00e4uter, Fr\u00fcchte und Fruchtschalen, Beeren oder Samen sein. Jede Rezeptur arbeitet dabei auf einzigartige Art und Weise mit den Botanicals, entscheidend sind jedoch Wacholderbeeren. Diese m\u00fcssen in jeder Rezeptur vorhanden sein.<\/p>\n

Wacholderbeeren wurden schon im 13. Jahrhundert wegen ihrer heilenden Wirkung zu medizinischen Zwecken genutzt. Jedoch mussten drei weitere Jahrhunderte vergehen, bis man sich auch der gen\u00fcsslichen Eignung der Beeren bewusst wurde: Auch die Geschichte des Gins \u2013 ein gen\u00fcsslicher R\u00fcckblick.<\/p>\n

Zur Zeit des 16. Jahrhundert wurden neue Verfahren zur Alkoholgewinnung entwickelt. Diese machten es m\u00f6glich, aus Getreide Alkohol zu gewinnen. Um diese Zeit experimentierten Mediziner vermutlich in Holland das erste Mal auch mit einer Mischung aus Wacholder und Alkohol: Um Verdauungsbeschwerden und andere Krankheiten zu heilen, vereinten sie die Heilkr\u00e4fte der beiden Stoffe. Die Mischung erweiterten sie um weitere Botanicals, denen sie jeweils heilsame Wirkungen zuschrieben. Die exaktet Geschichte des Gins, wer und wo genau anfing mit den Stoffen zu experimentieren, l\u00e4sst sich geschichtlich nicht eindeutig rekonstruieren: Es kursieren verschiedene Namen und individuelle Geschichten zur Erfindung des Gins. Einig sind diese sich jedoch alle in der Tatsache, dass zun\u00e4chst zu heilenden Zwecken Alkohol mit Holunderbeeren als Medizin verabreicht wurden.<\/p>\n

Die Geburtsstunde der Geschichte des Gins<\/h2>\n

Genever \u2013 der holl\u00e4ndische Name der neuen Spirituose \u2013 verbreitete sich schnell: Nicht nur zur Behandlung von Krankheiten, sondern vor allem auch des Genusses wegen. Auch die zu dieser Zeit in Holland ans\u00e4ssigen englischen Soldaten entdeckten den wohlschmeckenden Tropfen f\u00fcr sich und brachten den Genever in ihr Heimatland. Der Name wurde eingek\u00fcrzt und fortan trat der Gin seinen Siegeszug an. Hier spielten einige Faktoren zusammen:<\/p>\n

In England verbot der K\u00f6nig im 17. Jahrhundert den bis dato beliebten Branntwein. Die gleichzeitig eingef\u00fchrten Steuerverg\u00fcnstigungen f\u00fcr Spirituosen f\u00fchrten zu einer extrem hohen Nachfrage nach Gin. Die vereinfachte Herstellung von Alkohol auf Getreidebasis erlaubte es, dass die immer gr\u00f6\u00dfere Nachfrage nach dem wohlschmeckenden Gin befriedigt werden konnten. Mit den gr\u00f6\u00dferen Produktionsmengen ging auch ein Qualit\u00e4tsverlust mit ein. Dies hinderte jedoch nicht am Konsum, die Nachfrage nach Gin stieg unabh\u00e4ngig von der Gesellschaftsgruppe.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n

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Gin f\u00fchrte in England im 18. Jahrhundert regelrecht zu einer Krise, was sich in bekannten Kunstwerken aus der Zeit, wie sich in dem \u201eGin Lane\u201c Druck von William Hogarth aus dem Jahre 1751 erkennen l\u00e4sst:<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\t

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